Historie

Eine lange Geschichte.

Zeitlich reicht die bisher nachvollziehbare Historie unseres heutigen Rittergutes bis tief in das 13. Jahrhundert zurück. Die Bischöfe von Minden übertrugen den Hof Nr. 1 in „Euerlo“, dem heutigen Everloh, der Familie von Ilten als Lehensbetrieb. Mit der Verwaltung war dann fast  400 Jahre die Familie von Lüpke betraut, die im 19. Jahrhundert nach Umwandlung des Lehens  die Eigentümer des Gutes wurden. Erich von Lüpke siedelte in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts seinen Betrieb aus, östlich von Everloh errichtete er den „Erichshof“.

 

1870 kaufte Friedrich (Fritz) Buresch aus Linden den Erichshof. Er war Schwiegersohn  des Industriellen Georg Egestorff, Mitglied im Verwaltungsrat der Egestorff Salzwerke AG und nach seinem Schwager Alfred Houget  zweiter Präsident der Hannoverschen Handelskammer.

Er vergrößerte den Erichshof durch Zukauf von weiteren Ländereien und machte ihn zum Rittergut. Dieses wurde im Jahr 1877 von der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft genehmigt und auch die notwendige „Königliche Genehmigung“ wurde im selben Jahr erteilt.

 

1904 wurde Erichshof elektrifiziert. Die bereits älteren Planungen für die Stromversorgung der Rittergüter in der Umgebung konnte in Erichshof durch das Bahnnetz der „Üstra®“ sichergestellt werden.

1905 nahm Friedrich Buresch, Fritz´ Sohn, den Betrieb nach kurzer Zeit der Verpachtung wieder selbst in Bewirtschaftung. In diese Zeit fiel auch die vertragliche Vereinbarung des Salzabbaus in der Umgebung von Ronnenberg.

 

1921 übernahm Ernst Buresch, der zweite Sohn von Friedrich, Erichshof. Er strukturierte den Familienbesitz neu und stabilisierte den Betrieb und konnte für seine Schwester einen weiteren landwirtschaftlichen Betrieb erwerben. Während seiner Abwesenheit im zweiten Weltkrieg führte seine Ehefrau Manuela Buresch (v. Loebell) den Betrieb. Ihr ältester Sohn Raimund kehrte aus Stalingrad nicht wieder zurück.

 

1962 übernimmt Erika, die zweite Tochter von Ernst und Manuela Buresch, den Betrieb und führt ihn ab 1967 gemeinsam mit ihrem Ehemann Johannes Seeßelberg.

 

1974 wurden Brunnen zur Bewässerung der Felder gesetzt. 1975 wird die erste Erdbeerplantage angelegt.

 

1984 erfolgt die Erweiterung der Ackerfläche durch Pachtung eines zweiten Ackerbaubetriebes im 49km entfernten Rodewald. 1988 Mitbegründung der Gemüsefrosterei CFF in Groß Munzel.

 

1987 Raimund (ältester Sohn von Erika) übernimmt die Betriebsleitung in Rodewald. In diese Zeit fällt auch der Ausbau der Feldberegnung in der Gemarkung Rodewald. 1991 steigt Raimund in den Heidelbeeranbau ein.

 

2003 wird die Erichshof Rodewald GbR zwischen den Brüdern Raimund Schliephake und Hanns Christian Seeßelberg-Buresch gegründet.

 

2005 Hanns Christian Seeßelberg-Buresch übernimmt das Rittergut Erichshof. 2005 Ausweitung der Direktvermarktung und Pflanzung einer Apfelplantage.

 

2012 Bau einer Kartoffellagerhalle und Ausdehnung des Kartoffel-Anbaus.

 

2015 Erster eigener "Kartoffelvollernter" (Roder). Durch die Vollmechanisierung wird der Schwerpunkt Kartoffelanbau unterstrichen.